Hinweise zum Bausatz und zu unseren Gesch„ftsbedingungen Unsere Baus„tze setzen Elektronik-Kenntnisse voraus. Als Bausatzkunde sollten Sie alle elektronischen Bauteile und deren Funktion kennen, Erfahrung bei Bestcken und L”ten von Platinen besitzen und mit Mežger„ten (Multimeter, Oszilloskop) umgehen k”nnen. Fr Laien oder Elektronik- Anf„nger sind unsere Baus„tze nicht geeignet! Bitte prfen Sie unbedingt vor dem Zusammenbau an Hand der Bauanleitung, ob Ihre Kenntnisse fr den Aufbau und Test des Bausatzes ausreichend sind. Wir bieten aus diesem Grund fast alle unsere Baus„tze auch als Fertig- ger„te, mit 6 Monaten Garantieanspruch an. Bei Baus„tzen k”nnen wir keine Garantie gew„hren. Auch bei Fertigmodulen (z.B. MIDI-Out-Nachrstungen) werden Elektronik-Grundkenntnisse vorausgesetzt. Einen Elektronik-Laien kann auch der Einbau eines Fertigmoduls vor ungeahnte Schwierigkeiten stellen. Fertigmodule k”nnen innerhalb 14 Tagen nur zurckgenommen werden, wenn sie sich noch im Orginalzustand befinden! Vom Kunden ver„nderte Fertigmodule (z.B. ein- und wieder ausgebaute MIDI-Nachrstungen) k”nnen nicht gegen Kaufpreiserstattung zurckgenommen werden! Bei Fertigger„ten sind Elektronik-Kenntnisse nicht erforderlich. Falls Sie vor dem Aufbau des Bausatzes feststellen, daž Ihre Kenntnisse hierzu nicht ausreichend sind, so k”nnen Sie den unge”ffneten Bausatz zurcksenden und gegen Aufzahlung des Differenzpreises das Fertigmodul erwerben oder den Bausatz gegen Rckerstattung des Kaufpreises (ohne Versandkosten) innerhalb 14 Tagen zurckgeben. Dies gilt nicht mehr fr bereits ge”ffnete, teilweise oder ganz aufgebaute Baus„tze. Aus unserer Erfahrung kommt h„ufig die Reparatur eines fehler- haft aufgebauten Bausatzes auf Grund der zur Reparatur ben”tigten Arbeits- zeit teurer als der Differenzpreis zwischen Bausatz und Fertigger„t! šberlegen Sie also bitte bevor Sie den Aufbau beginnen, ob nicht eventuell das Fertigger„t fr Sie geeigneter w„re. Die Bauanleitung mag manchem Kunden - insbesondere dem elektronisch fortgeschrittenen - bertrieben ausfhrlich erscheinen. Aus unserer Erfahrung ist jedoch ein Wort zuviel besser als eines zu wenig. Wir hatten in der Vergangenheit h„ufig Rckfragen zu Bauanleitungen, da diese offenbar nicht ausfhrlich genug waren. Sie mssen jedoch nicht unbedingt die ganze Bauanleitung lesen, um ein Ger„t des MIDI-Systems aufzubauen. Wenn Sie die Schaltungsdetails nicht interessieren, k”nnen Sie bei jedem Modul gleich bei "Aufbau" weiterlesen. Sind Sie erfahrender Elektronik- Bastler, so k”nnen Sie auch die allgemeinen Aufbauhinweise bergehen. Den Rest des Abschnittes "Aufbau" sollten Sie jedoch auch als erfahrener Elektroniker genau durchlesen, da hier auf einige Details eingegangen wird, die fr den Aufbau sehr wichtig und nicht unbedingt selbstver- st„ndlich sind. Falls in einem Bausatz ein defektes Bauteil enthalten ist, welches nicht durch Ihre Schuld zerst”rt wurde oder von Anfang an defekt war, leisten wir natrlich kostenlosen Ersatz. Bei Halbleitern ist dies - wie allgemein blich - leider nicht m”glich. Insbesondere der E510 wird vor der Auslieferung geprft und kann nicht umgetauscht werden! Um das Selbstbau- risiko v”llig auszuschliežen sollten Sie unbedingt das Fertigger„t mit 6 Monaten Garantie erwerben. Alle unsere Baus„tze sind sorgf„ltig geprft und funktionieren bei korrektem und sorgf„ltigem Aufbau auf Anhieb. Falls Sie bei einem Bausatz trotz Ihrer Elektronik-Kenntnisse einmal nicht mehr weiter kommen, steht Ihnen unser Reparaturservice gegen Erstattung von Arbeitszeit und Ersatz- teilen zur Verfgung. Bedienungsanleitung MIDI-Bažpedal "MBP2" Falls Sie MBP2 als Fertigger„t oder Fertigmodul bezogen haben, so gelten hierfr die folgenden Bedienungshinweise. Diese gelten ebenso fr den fertig aufgebauten Bausatz. Stellen Sie ber ein MIDI-Kabel die Verbindung zwischen MIDI-Out des MBP2 und MIDI-In des Empf„ngers her. Stecken Sie das Niederspannungs- kabel des Steckernetzteils in die hierfr vorgesehenen Buchsen an der linken Seite des MBP2 (bzw. der Basisplatine bei Versionen ohne Geh„use). Das Netzteil muž 7...12V/400mA liefern (Polung: Auženring = Masse, Innen = Plus). Ein stabilisiertes Netzteil ist nicht erforder- lich, da die Erzeugung der stabilisierten Spannung im MBP2 selbst erfolgt. Das Steckernetzteil ist nicht im Lieferumfang von MBP2 enthalten und muž ggf. zus„tzlich bestellt werden. Falls Sie das MBP2 mit Bedienungseinheit bezogen haben, sollten nach dem Einstecken des Netzteils die Leuchtdioden aufflackern und eine Meldung ber die im Ger„t enthaltene Software-Version (z.B. "10" fr Version 1.0) erscheinen. Nach einiger Zeit sollten die Leuchtdioden verl”schen und am Display die Meldung "PL" (fr Play-Modus) erschei- nen. Falls sich nichts dergleichen tut, berprfen Sie ob das Netzteil korrekt eingestellt ist (mindestens 7V) und ber ausreichend Leistung verfgt (mindestens 400 mA). Ist dies korrekt, so „ndern Sie die Polung des Netzteils (entweder am Netzteil umstecken oder umschalten oder uml”ten, je nach Netzteiltyp). Bei einem falsch gepolten Netzteil kann nichts zerst”rt werden, da MBP2 mit einem Verpolungsschutz versehen ist. Ohne Bedienungsplatine ist keine optische Funktions- kontrolle m”glich. Beim Spiel auf dem Bažpedal sollte an dem angeschlossenen MIDI- Empf„nger (Expander, Synthesizer, Sampler etc.) bereits etwas zu h”ren sein. Nach dem Einschalten sendet MBP2 auf MIDI-Kanal 3 im Tonh”hen- bereich 36-48 (C -c). Falls sich an Ihrem Empf„nger nichts tut, berprfen Sie, ob MIDI-Empfangs-Kanal 3 angew„hlt ist. Falls Sie eine ge„nderte Spezialversion mit anderem MIDI-Kanal nach dem Einschalten oder mit anderem Tonh”henbereich erhalten haben, so gelten natrlich diese Werte. Das MBP2 ist voll polyphon, d.h. max. alle 13 Tasten k”nnen (theoretisch) gleichzeitig gedrckt werden. Das MBP2 verfgt ber eine Stereo-Klinkenbuchse, an die ein Doppel- Fužtaster (Ruhekontakte, ™ffner) angeschlossen werden kann. Der erste Taster (bei unserem PP34 ist dies der linke Taster) schaltet das MBP2 in den Program-Change-Modus, der zweite (beim PP34 der rechte) in den Real-Time-Modus. Werden beide Fužtaster bet„tigt, so kann der MIDI- Kanal des MBP2 von 1-13 eingestellt werden. Ist der erste (linke) Fužtaster gedrckt, so befindet man sich im Program-Change- oder Programm-Wechsel-Modus. In dieser Betriebsart senden die 13 Tasten des Pedals keine Noten, sondern die Programm- Change-Befehle 1-13. šber den Pedal-Tasten sind die entsprechenden Ziffern angegeben. Ist der zweite (rechte) Fužtaster gedrckt, so befindet man sich im Real-Time- oder Echtzeit-Modus. In dieser Betriebsart senden die 3 untersten Ganzton-Tasten C, D und E die Befehle Start, Stop und Continue. Die oberste Taste hat Panik-Funktion. Beim Bet„tigen dieser Taste werden all notes off Befehle auf allen 16 MIDI-Kan„len gesendet und die wichtigsten Controller initialisiert (u.a. Pitch-Bend auf 64, Modulation auf 0). Die Real-Time-Funktionen sind in der zweiten Reihe ber den Ziffern 1-13 angegeben. Sind beide Fužtaster gedrckt, so kann mit den Pedaltasten der MIDI- Kanal, auf dem MBP2 sendet, zwischen 1 und 13 eingestellt werden. Nach dem Einschalten ist immer Kanal 3 eingestellt. Schliežen Sie den Doppel-Fužtaster nur im ausgeschalteten Zustand von MBP2 an. Der Fužtaster ist nicht im Lieferumfang von MBP2 enthalten und muž ggf. als Zubeh”r separat bestellt werden (z.B. PP34). MBP2 arbeitet auch ohne Doppel-Fužtaster, jedoch ist dann die Umschaltung in den Program-Change- und Real-Time-Modus sowie die MIDI- Kanal-Žnderung ber Fužtaster nicht verfgbar. Wenn Sie MBP2 mit Bedienungseinheit bezogen haben, sind diese Betriebsarten auch ber die Bedieneinheit erreichbar. Falls Sie MBP2 ohne Bedienungseinheit und ohne Doppelfužtaster betreiben ist nur der Spielmodus auf Kanal 3 im Notenbereich 36-48 verfgbar. Falls Sie MBP2 mit Bedienungseinheit bezogen haben, so stehen zus„tzlich folgende Bedienungs- und Anzeigeelemente zur Verfgung: 2-stelliges LED-Display 8 Men-Tasten in 2 Reihen zu je 4 Tasten 8 Leuchtdioden (als Anzeigen fr die Men-Tasten) šber die 8 Bedienungstaster k”nnen 8 Mens angew„hlt werden. Daher werden die Tasten auch als Men-Tasten bezeichnet. Man gelangt in das gewnschte Men durch Bet„tigung der entsprechenden Taste. Die LEDs ber den Tasten zeigen an, welches Men gerade angew„hlt ist. Leuchtet keine LED auf, so befindet man sich im Spiel- oder Play- Modus. Dieser ist dadurch gekennzeichnet, daž keine LED aufleuchtet und am Display "PL" (fr Play) erscheint. Den 8 Men-Tasten und Leuchtdioden sind folgende 8 Mens zugeordnet (von links nach rechts), wobei die beiden letzten Tasten keine wirklichen Mens anw„hlen, sondern nur der Dateneingabe dienen: Name Erl„uterung 1: EXPANSION/PANIC Erweiterung/Paniktaste 2: PLAY CHANNEL MIDI-Kanal im Spielmodus 3: PROGRAM CHANGE MIDI-Kanal im Programm-Wechsel-Modus 4: PROGRAM CHANGE CHANNEL Anwahl des Programm-Wechsel-Modus 5: TRANSPOSE Einstellen der Transponierung 6: REAL TIME Anwahl des Echtzeit-Modus 7: UP Erh”hen des angezeigten Wertes um 1 8: DOWN Erniedrigen des angezeigten Wertes um 1 Folgende Hinweise gelten fr alle Mens und werden bei der Beschreibung der einzelnen Mens nicht mehr aufgefhrt: 1. In ein Men gelangt man durch Bet„tigen des betreffenden Men- Tasters. Das angew„hlte Men wird durch das Aufleuchten der zugeh”rigen Leuchtdiode ber der Taste angezeigt. 2. Ein Men wird durch Bet„tigen einer anderen Mentaste verlassen (ausgenommen Up/Down-Tasten). 3. In einigen Mens werden zur Einstellung zus„tzlich zu den Bedienungstasten auch die Pedal-Tasten verwendet oder k”nnen alternativ verwendet werden. Menbeschreibungen 1: EXPANSION / PANIC Dieses Men stellt eine Panik-Taste zur Verfgung und kann fr zuknftige Software-Updates zur Anwahl einer zus„tzlichen Funktion verwendet werden. Beim Drcken der Taste erscheint kurz die Buchstabenfolge "PA" am Display. Die Taste hat die gleiche Funktion wie die letzte Pedal-Taste im Real-Time-Modus. 2: PLAY CHANNEL In diesem Men wird der MIDI-Kanal eingestellt, auf dem das Ger„t im Play-Modus (Spielmodus, senden von Noten-Befehlen) sendet. Zum Ein- stellen des Kanals werden die Up/Down-Tasten verwendet, der Kanal wird am Display angezeigt. Alternativ kann der Kanal auch ber die Pedaltasten eingestellt werden, jedoch sind hier nur die Kan„le 1-13 m”glich. Dieser Modus kann auch durch gleichzeitiges Bet„tigen beider Fužtaster ausgel”st werden, wenn ein Doppel-Fužtaster angeschlossen ist. 3: PROGRAM CHANGE Durch Anwahl dieses Mens wird der Program-Change- oder Programm- wechsel-Modus angew„hlt. Ein Programmwechselbefehl wird durch Bet„tigen einer der 13 Pedaltasten ausgel”st. Am Display erscheint ein Bindestrich, gefolgt von der momantan angew„hlten Programm-Nummern-Bank. Die Programm-Nummern sind zu 13 B„nken im Abstand von jeweils 10 organisiert. Bank 1 stellt auf den 13 Pedaltasten die Programm-Nummern 1-13 zu Verfgung, Bank 2 11-23, Bank 3 21-33 usw. Nach dem Einschalten ist Bank 1 eingestellt. Die beim Drcken einer Pedaltaste gesendete Programm-Nummer errechnet sich zu (eingestellte Bank-Nummer - 1) * 10 + Nummer der Pedaltaste Bet„tigt man die Up/Down-Tasten, so kann eine Bank von 1 bis 13 gew„hlt werden. Die B„nke 10, 11, 12 und 13 werden mit den Buchstaben A, b, C und d bezeichnet, wobei die Darstellung am Display jeweils Bindestrich gefolgt von Programm-Nummer (bzw. Buchstabe) ist. Beim Bet„tigen einer Pedaltaste verschwindet der Bindestrich und die Bank-Nummer, stattdessen wird die gesendete Programm-Nummer im Display dargestellt. Ist der Wert gr”žer als 99, so leuchtet zus„tzlich ein Dezimalpunkt auf, da die Anzeige nur 2-stellig ist. Dieser Modus kann auch durch Bet„tigen des ersten Fužtasters ausgel”st werden, wenn ein Doppel-Fužtaster angeschlossen ist. 4: PROGRAM CHANGE CHANNEL MBP2 bietet die M”glichkeit fr Spiel und Programmwechsel zwei verschiedene Kan„le zu verwenden. Durch Anwahl dieses Mens wird der MIDI-Kanal eingestellt, auf dem das Ger„t im Program-Change-Modus (Programm-Wechsel-Modus, senden von Program-Change-Befehlen) sendet. Zum Einstellen des Kanals werden die Up/Down-Tasten verwendet, der Kanal wird am Display angezeigt. Alternativ kann der Kanal auch ber die Pedaltasten eingestellt werden, jedoch sind hier nur die Kan„le 1- 13 m”glich. Durch Verwendung von zwei verschiedenen MIDI-Kan„len fr Spiel und Programmwechsel kann MBP2 z.B. dazu verwendet werden im Programm- Wechsel-Modus ein MIDI-steuerbares Effektger„te z.B. auf Kanal 16 umzuschalten, ohne die Programm-Nummer des Expanders fr den Spiel- modus zu „ndern. 5: TRANSPOSE Hier wird die Transponierung des MBP2 eingestellt. Mit den Up/Down- Tasten l„žt sich die Tonh”he des MBP2 in Halbtonschritten maximal um 2 Oktaven (24 Halbt”ne) nach oben oder unten ver„ndern. Die Ver„nderung wird am Display in Halbt”nen angezeigt. Bei negativer Transponierung leuchtet zus„tzlich ein Dezimalpunkt auf. Alternativ kann eine positive Transponierung von max. +12 Halbt”nen auch ber die Pedal- tasten eingestellt werden. 6: REAL TIME Durch Anwahl dieses Mens wird der Real-Time- oder Echtzeit-Modus angew„hlt. Am Display erscheint die Zeichenfolge "rE" zur Anzeige des Realtime-Modus. Die zur Verfgung stehenden Echtzeit-Befehle Start, Stop und Continue werden durch die unteren 3 Ganzton-Tasten C, D und E ausgel”st. Die oberste Taste (c) hat Panik-Funktion. Am Display erscheint je nach ausgel”ster Funktion "SA" (Start), "SP" (Stop), "CO" (Continue) oder "PA" (Panik). Dieser Modus kann auch durch Bet„tigen des zweiten Fužtasters ausgel”st werden, wenn ein Fužtaster angeschlossen ist. 7/8: Up/Down Diese beiden Tasten sind keine Mentasten, sondern dienen dazu, die am Display angezeigten Werte um 1 pro Tastendruck zu erh”hen oder zu erniedrigen. Bauanleitung MBP2 MBP2 wird mit 2 Modulen unseres MIDI-SYSTEMs aufgebaut. Hinter der Bezeichnung MIDI-SYSTEM verbirgt sich ein universelles Hard- und Software- Konzept, mit dem - je nach verwendeten Modulen und passender Software - verschiedene Ger„te realisiert werden k”nnen. Das MIDI-SYSTEM besteht hardwarem„žig aus mehreren Platinen (Basis- platinen, Scannerplatinen, Bedienungsplatinen), die untereinander kombiniert werden k”nnen. Je nach Kombination und passender Software (EPROM) entstehen verschiedene Ger„te. In dieser Anleitung sind nur die im MBP2 verwendeten Module des MIDI- Systems beschrieben. Dies sind: Basisplatine Typ1 Bedienungsplatine Weitere Module, die im MBP2 nicht verwendet werden, die jedoch bei der Beschreibung hin und wieder auftauchen, sind: Scannerplatine fr durchgehende Sammelschienen Scannerplatine fr Matrixkontakte Diese Module werden z.B. bei unserem 2-manualigen MIDI-Keyboard mit Bažpedal K2B und der MIDI-Out-Nachrstung MONA verwendet. Alle Platinen des MIDI-SYSTEMs verfgen ber einen sog. SYSTEM-BUS. Dies ist eine einheitliche 16-polige 2-reihige Verbindung, auf der 8 (Pseudo-) Datenleitungen, 4 (Pseudo-) Adress- und Select-Leitungen, sowie Masse und +5V zur Verfgung stehen. šber diesen System-Bus werden die verschiedenen Module des MIDI-Systems miteinander verbunden. Die beiden im MBP2 verwendeten Module bzw. Platinen des MIDI-Systems sollen nun besprochen werden. 1. Basisplatine (Typ 1) Die Basisplatine vom Typ 1 ist die erste Grundplatine des MIDI-Systems. Jedes Ger„t des MIDI-Systems besteht mindestens aus einer Basisplatine und kann um Zusatzplatinen (Scanner-, Bedienungsplatinen) erweitert werden. Die Basisplatine vom Typ 1 enth„lt folgende Schaltungseinheiten: Microcontroller SAB8031/51 (IC1) mit externem Programm im EPROM (IC3) MIDI-Out (Bu1) Direktanschluž fr Bažpedal mit 13 Tasten (ber ST2) Anschluž fr Doppelfužtaster (Bu3) MIDI-System-Bus Stromversorgung sowie folgende Schaltungseinheiten, die beim MBP2 jedoch nicht verwendet werden: MIDI-In (Bu2, Optokoppler etc.) MIDI-Spezial-IC E510 (IC6) fr dynamische Anwendungen Die +5V-Stromversorgung erfolgt in Form eines Steckernetzteils und der Schaltung rund um den Spannungsregler IC8 (7805). Die Schaltung soll nun etwas n„her betrachtet werden. Der Microcontroller Kernstck der Schaltung ist der Microcontroller SAB8031/51. Dieser enth„lt u.a. folgende Komponenten: 8 Bit-Mikroprozessor, 128 Byte RAM, 4 Ports zu je 8 Bit (P0.0...P3.7), serielle Schnittstelle mit programmierbarer Baudrate, 2 16-Bit- Z„hler/Zeitgeber SAB 8031 und 8051 unterscheiden sich nur dadurch, daž der 8051 ein maskenprogrammiertes 4k-Byte-ROM besitzt, der 8031 ist ROM-los. Falls ein 8051 verwendet wird, so wird ber den an Masse gelegten EA-Anschluž das interne ROM abgeschaltet, da das Programm in einem externen EPROM gespeichert ist. Eine ausfhrliche Beschreibung des Bausteins 8031/8051 wrde den Rahmen dieser Bauanleitung sprengen. Hier verweisen wir bei Interesse auf entsprechende Literatur (z.B. Siemens Datenbuch zum SAB 8051/31, oder Otmar Feger/Die 8051 Mikrocontroller-Familie, Verlag Markt&Technik, ISBN 3-89090-360-6 oder Klaus-Peter K”hn, Die Familie 8051, Franzis-Verlag, ISBN 3-7723-9771-9). Nur die zum Schaltungsverst„ndnis notwendigen Eigenschaften des 8051 sollen hier erw„hnt werden. Der 8051 besitzt keine separaten Anschlsse fr Adress- und Datenbus. Wird der 8051 mit externem Programm- (EPROM) oder Datenspeicher (RAM) be- schaltet, so werden hierfr die Ports 0 und 2 verwendet und gehen als "normale" Ports verloren. Port 0 arbeitet dann als gemultiplexter Daten- und Adressbus (die 8 niederwertigen Bits A0...A7). šber Port 2 werden die h”herwertigen Adressen A8...A15 ausgegeben. Das 8-fach Latch 74HC573 (IC2) bernimmt bei der fallenden Flanke des ALE- Signals (Adress Latch Enable) die 8 niederwertigen Adressen vom Port 0. Die h”herwertigen Adressen liefern P2.0...P2.4. Geht ALE wieder auf "high", so arbeitet P0 als Datenbus. Das Programm, welches der SAB8051 abarbeitet, steckt in IC 3 (EPROM 2764). Ohne ein entsprechend programmiertes EPROM tut sich in der Hardware berhaupt nichts. X1, C1 und C2 sind die 8051-Standardbeschaltung des Taktoszillators gem„ž Herstellerangaben. R1 und C3 erzeugen das Reset-Signal beim Einschalten. Der EA-Pin wird an Masse gelegt, da das eventuell programmierte interne ROM nicht verwendet wird (ist EA = 1, so wird beim 8051 das interne maskenprogrammierte ROM verwendet, der 8031 besitzt kein internes ROM). Die Hardware ist eine Standardapplikation des 8051 mit Anpassung an die speziellen Gegebenheiten fr MIDI. Welche Funktion die Schaltung ber- nimmt, bestimmt die im EPROM befindliche Software. MIDI-Out Der 8051 besitzt eine komplette serielle Schnittstelle (Eingang P3.0, Ausgang P3.1), wie sie fr MIDI ben”tigt wird. Durch Verwendung eines 12MHz-Taktes l„žt sich der interne Baudratengenerator softwarem„žig auf die fr MIDI ben”tigten 31.25 kHz einstellen. Die MIDI-Out-Buchse wird ber die 220-Ohm-Widerst„nde R2 und R3 an P3.1 und +5V angeschlossen. Der serielle Eingang des 8051 wird beim MBP2 nicht beschaltet, da es auf Grund des kleinen zur Verfgung stehenden RAMs (128 Byte) von der Software her Einschr„nkungen gibt, die einen externen MIDI-Eingang nur unter bestimmten Bedingungen zulassen wrden (geringe Datenmengen wegen erforderlicher Zwischenspeicherung im RAM). Das dies in der Praxis nicht immer sichergestellt werden kann, wird der serielle Eingang nicht verwendet. System-Bus Die Port-Anschlsse P1.0...P1.7 und P3.2...P3.5, sowie Masse und +5V sind auf den MIDI-System-Bus-Anschluž (ST1) gelegt. šber diesen wird die Verbindung zu den anderen Platinen des MIDI-Systems herstellt und wird einheitlich bei allen Modulen des MIDI-Systems verwendet. Es handelt sich um eine 16-polige, 2-reihige Stiftleiste im 2.54 mm-Raster. Die erste Reihe ist mit den (Pseudo-) Datenleitungen P1.0...P1.7 beschaltet. Die zweite Reihe ist mit den Adress- und Select-Leitunge P3.2...P3.5, sowie Masse und +5V beschaltet. Die Verbindung aller Platinen innerhalb die MIDI-Systems erfolgt ber diese Steckverbindung. Auf allen Platinen befinden sich 16-polige 2- reihige Stiftleisten die untereinander ber ein 16-poliges Flachbandkabel mit aufgepressten 16-poligen Buchsenleisten verbunden werden. Die Anschlsse des MIDI-System-Busses werden bei allen Modulen einheitlich bezeichnet: Pin-Nr. 1 2 3 4 5 6 7 8 Funktion D7 D6 D5 D4 D3 D2 D1 D0 8051- P1.7 P1.6 P1.5 P1.4 P1.3 P1.2 P1.1 P1.0 Anschluž Basispl. Pin-Nr. 9 10 11 12 13 14 15 16 Funktion Masse +5V S0 A2/S1 NC NC A1 A0 8051- Anschluž Masse +5V P3.2 P3.3 NC NC P3.4 P3.5 Basispl. Pin 11 ist eine low-aktive Select-Leitung (S0), die ein an ST1 ange- schlossenes Zusatzmodul (z.B. Bedienungsplatine) aktiviert. Pin 12 wird - je nach angeschlossenem Zusatzmodul - als dritte Adressleitung (A2, z.B. bei der Bedienungsplatine des LMK1V2) oder als zweite low-aktive Select- Leitung (S1, z.B. Scannerplatinen) benutzt, um zwei verschiedene gleich- zeitig angeschlossene Module getrennt selektieren zu k”nnen. Daher rhrt die Doppelbezeichnung S1/A2. Die Bedienungsplatine wird beispielsweise ber S0, die Scannerplatine ber S1 selektiert. Beide Module k”nnen daher gleichzeitig verwendet werden. N„heres siehe bei den Beschreibungen von Bedienungs- und Scannerplatine. Auf den ber den Systembus anschliežbaren Zusatzplatinen (Bedienungs-, Scannerplatinen) stehen zwei Arten von Registern zur Verfgung: Schreib- Register von Typ 74HC574 und Lese-Register (eigentlich nichtinvertierende Puffer mit Tri-State-Ausg„ngen) vom Typ 74HC541. Schreib-Register werden nur beschrieben (z.B. fr Anzeige-Elemente in Form von Leuchtdioden oder Sieben-Segmentanzeigen), Lese-Register nur gelesen (z.B. zur Abfrage von Bedienungselementen). Mit P3.2...P3.5 k”nnen theoretisch bis zu 16 verschiedene Register adressiert werden (4 Adressleitungen). Die Decodierung auf der Scanner- und Bedienungs-Platine erfolgt dabei so, daž keine Doppelbelegungen vorkommen. Wie bereits erw„hnt, werden Bedienungs- und Scannerplatine ber S0, bzw. A2/S1 getrennt selektiert. Bei der Software muž darauf geachtet werden, daž in dieser Kombination immer nur eine der beiden Platinen aktiviert ist, d.h. daž nur P3.2 (S0) oder P3.3 (A2/S1) "0" sein darf, niemals beide gleichzeitig. Die Software auch bercksichtigen, daž vor dem Lesen eines Registers der "Datenbus" P1.0...P1.7 in den hochohmigen Zustand gebracht wird. N„heres ber die Adressierung und Programmierung der Schreib- und Leseregister finden Sie bei den Beschreibungen von Scanner- und Bedienungsplatine. Bažpedalanschluž Auf der Basisplatine befinden sich 2 Lese-Register vom Typ 74HC541 (IC4 und IC5). Diese werden jedoch nicht ber P3.2...P3.5 adressiert, sondern erhalten ihre Freigabe (Output Enable) direkt ber die Portleitungen P3.6 und P3.7. Gelesen werden sie jedoch auch ber den "Datenbus" P1. Bei der Software muž darauf geachtet werden, daž weder IC4 noch IC5 selektiert werden, wenn ein anderes Register ber den "Adressbus" P3.2...P3.5 selektiert ist (und umgekehrt). Aužerdem darf immer nur IC4 oder IC5 selektiert werden, d.h. mindestens eine der beiden Leitungen P3.6 und P3.7 muž immer "1" sein. Wird ein Register auf der Scanner- oder Bedienungs- platine selektiert, so mssen P3.6 und P3.7 beide "1" sein. Vierzehn der sechzehn Eing„nge der beiden Register IC4 und IC5 sind zusammen mit Masse auf die 2-reihige Stiftleiste ST2 gefhrt. Diese ist fr den Anschluž des 13-Tasten-Bažpedals vorgesehen, wobei die 13 Kontakte gegen eine an Masse liegende Sammelschiene schalten mssen. Der 14. Kontakt bleibt frei. Die beiden verbleibenden Eing„nge der Register IC4 und IC5 sind an eine Stereo-Klinkenbuchse gefhrt, an die ein Doppelfužschalter angeschlossen werden kann. Je nach Software k”nnen hiermit verschiedene Funktionen ausgel”st werden. Beim MBP2 wird der Doppelfužtaster fr die Umschaltung in den Programm- oder Realtime-Modus verwendet. Jeder Eingang der Register IC4 und IC5 ist ber die beiden Widerstands- netzwerke RA1 und RA2 mit einem Pull-Up-Widerstand von 10k gegen +5V beschaltet. Im offenen Zustand liegt demnach eine "1" an, wird der betreffende Eingang an Masse gelegt, liest der Controller eine "0". Hier im šberblick die erlaubten Zust„nde von P3.2...P3.7 bei Bestckung von IC4 und IC5, wenn gleichzeitig Scanner- und Bedienungsplatine eingesetzt werden: P3. 7 6 5 4 3 2 Zustand 0 1 X X 1 1 IC4 selektiert, Abfrage der ersten 7 Pedalkontakte und des ersten Anschlusses von BU3 1 0 X X 1 1 IC5 selektiert, Abfrage der zweiten 7 Pedalkontakte und und des zweiten Anschlussen von BU3 1 1 A B 0 1 Bedienungsplatine aktiviert, A und B legen Register innerhalb der Bedienungsplatine fest 1 1 X X 1 0 Scannerplatine aktiviert (X = logischer Zustand ist ohne Bedeutung) Der Schaltungsteil rund um den E510 fr dynamische Tastenabfrage wird beim MBP2 nicht ben”tigt und wird daher hier auch nicht beschrieben. Aufbau Die Schaltung der Basisplatine 1 wird auf einer einseitigen Platine unter- gebracht. Es ist nur eine Drahtbrcke (neben IC4) erforderlich. Bauen Sie die Schaltung an Hand des Bestckungsplans und der Bauteileliste auf. Lesen Sie bitte unbedingt vor dem Aufbau die allgemeinen Aufbau- Hinweise im Anhang durch. Als erfahrener Elektroniker k”nnen Sie diese Hinweise berspringen. Beachten Sie, daž beim MBP2 nicht alle Bauteile der Basisplatine bestckt werden. Die Schaltungen rund um den MIDI-Spezial-IC fr dynamische Kontaktabfrage E510 und MIDI-In (Optokoppler) entfallen. Die Bauteile IC6, IC7, BU3, D2, X2, C11 und C12 tauchen daher in der Bauteileliste nicht auf und werden nicht bestckt! Der Spannungsregler (IC8, 7805) muž auf der Leiterbahnseite isoliert montiert werden (Kunststoffbeilagscheibe verwenden), da anderfalls ein Kurzschluž zwischen in der N„he vorbeifhrenden Leiterbahnen entstehen kann. Beim MBP2 wird die Basisplatine ber den MIDI-System-Bus ST1 mit der Bedienungsplatine (sofern vorhanden) und ber ST2 mit dem Bažpedal verbunden. Test Es gibt nur einige wenige Tests fr die Basisplatine 1, die ohne zus„tzliche Module ausgefhrt werden k”nnen. In jedem Fall muž ein programmiertes EPROM in der Schaltung stecken. Fr die Tests sollte am besten ein Oszilloskop zur Verfgung stehen. Ist die Stromversorgung der Schaltung in Ordnung (+5V, +/-10%)? Schwingt der Quarz des Microcontrollers (z.B. erkennbar daran, daž auf allen 8 Leitungen von P0 und den unteren Leitungen von P2 mit dem Oszilloskop Rechteck-Signale zu messen sind)? Bei der Verwendung mit Bažpedal werden an ST2 die 13 Kontakte eines Stummelpedals gem„ž untenstehender Skizze angeschlossen. Beim Bet„tigen der Pedaltasten mssen am MIDI-Ausgang entsprechende Note On/Off-Befehle erscheinen. Wird eine Bedienungsplatine angeschlossen, so ist das Verhalten der Bedienungsplatine in Verbindung mit der Basisplatine zu berprfen (siehe Abschnitt Bedienungsplatine). Bauteileliste Basisplatine Typ 1 MIDI System (fr MBP2-Anwendung) R1 Kohleschicht-Widerstand 10k 5% R2, R3 Kohleschicht-Widerstand 220 Ohm, 5% RA1, RA2 Widerstandsnetzwerk Single-In-Line 8 x 10k C1, C2 Kondensator 22pF, keramisch, Raster 2.5mm C3 Tantalelko 10uF/16V, Raster 2.5/5mm C4, C5 Elko 100...470u/10V stehend, max. 7.5 mm Durchmesser C6, C8, C9 Kondensator 10...100nF, keramisch C7, C10 Tantalelko 1..6.8uF/16V, Raster 2.5/5mm X1 Quarz 12MHz D1 Diode 1N4001...4007 IC1 Single-Chip-Computer SAB8031 oder SAB8051 IC2 74HC573 IC3 EPROM 2764, entsprechend programmiert IC4, IC5 74HC541, 74HCT541 IC8 5V-Spannungsregler 7805 mit Khlk”rper und Montagematerial (Schraube, Mutter, Isolierscheibe) BU1 5-polige DIN-Buchse, Printversion BU3 6.3 mm Stereo-Klinkenbuchse, Printversion BU4 Kleinspannungsbuchse, Printversion ST1 16-polige Stiftleiste 2-reihig, Raster 2.54mm ST2 16-polige Stiftleiste 2-reihig, Raster 2.54mm 1 IC-Fassung 40-polig 1 IC-Fassung 28-polig 1 IC-Fassung 20-polig 2 IC-Fassung 20-polig 2 16-polige Buchse in Schneid/Klemm-Technik ca. 1 cm 16-poliges Flachbandkabel hierzu 1 Platine MIDI-System Basis Typ 1 Die Bauteile Bauteile IC6, IC7, BU2, D2, X2, C11 und C12 werden beim MBP2 nicht verwendet. 2.Bedienungsplatine Die Bedienungsplatine ist ein Modul, welches eine Reihe von Bedienungs- und Anzeigeelementen zur Verfgung stellt. Der Komfort eines MIDI-System- Ger„tes mit Bedienungsplatine wird wesentlich erh”ht, da die Bedienung vereinfacht wird und zus„tzlich eine Reihe von Funktionen erreichbar werden, die ohne Bedienungsplatine nicht m”glich sind. Auf der Bedienungsplatine des MIDI-Systems befinden sich folgende Bedienungs- und Anzeigeelemente: 2 LED-Siebensegmentanzeigen (LD1...LD2) 8 Taster (T1...T8) 8 LEDs (D1...D8), die den 8 Tastern zugeordnet sind Die Verbindung zur Basisplatine wird ber die 16-polige Stiftleiste ST1 mit einem 16-poligen Flachkabel mit einer aufgepressten 16-poligen Buchse in Schneid/Klemm-Technik hergestellt. Die Schaltung Die Ansteuerung der Bedienungs- und Anzeigeelemente erfolgt ber den MIDI-System-Bus. Der Datenbus D0...D7 ist mit den Daten-Aus- bzw. Eing„ngen der Ein- /Ausgabe-Bausteine (IC1...4) verbunden. Es ist zwischen Registern zu unterscheiden, die beschrieben werden (Register vom "write"-Typ, IC2...4 = 74HC574) und solchen die gelesen werden (Register vom "read"-Typ, IC1 = 74HC541). Die beiden niederwertigen Adressen A0 und A1 sind auf den Demultiplexer IC5 (74HC138) gefhrt. Er ist fr die Anwahl eines der 4 Register verantwortlich. Seine Y-Ausg„nge (Y0...Y3) sind ber RC-Glieder (R25...R28/C1...C4) mit dem Output Enable Eingang (/OE) des Registers vom "read"-Typ, bzw. mit den Clock Enable Eing„ngen der Register vom "write"- Typ verbunden. Die RC-Glieder unterdrcken kurze St”rimpulse, die beim Umschalten der Adress- und Selectleitungen (A0, A1, S0, A2/S1) auf den Y- Ausg„ngen entstehen k”nnen und zu falschen Registerinhalten fhren wrden. Die Zuordung der Adressen und Ausg„nge Y0...Y3 von IC5 ist die folgende: Adr. A0 A1 Y... Bauteil Funktion Register-Typ 0 0 0 Y0 IC1 8 Taster (T1...T8) read 1 1 0 Y1 IC2 8 LEDs (D1...D8) write 2 0 1 Y2 IC3 Siebensegmentanzeige LD1 write 3 1 1 Y3 IC4 Siebensegmentanzeige LD2 write Y4...Y7 sind nicht beschaltet, da A2 von IC5 an Masse gelegt ist. Die 8 Taster werden ber einen nichtinvertierenden Tristate-Treiber vom Typ 74HC541 (IC1) abgefragt. Die Eing„nge A1...A8 des Treibers sind ber Pull-Up-Widerst„nde in Form eines Widerstandsnetzerkes (RA1) mit +5V verbunden, so daž ein nicht gedrckter Taster "1", ein gedrckter Taster "0" entspricht. Ist der Treiber ber den OE-Eingang angew„hlt, so sind die an den Eing„ngen A1...A8 anliegenden logischen Zust„nde auch auf den Datenbus (P1) gelegt und k”nnen vom Prozessor ber den Datenbus D0...D7 abgefragt werden. Andernfalls befinden sich die Ausg„nge Y1...Y8 im hochohmigen Tristate-Zustand. Um den Zustand der Taster zu lesen, muž der Prozessor den Datenbus als Eingang schalten, ber die beiden Adressen A0/A1 das Tasterregister adressieren (beide auf "0" legen) und die Bedienungsplatine anw„hlen (Select-Leitung S0 auf "0"). šber den Datenbus kann dann der Zustand der 8 Taster gelesen werden. Die 8 Leuchtdioden D1...D8 und die 2 Siebensegmentanzeigen LD1/LD2 werden ber 8-fache D-Flip-Flops vom Typ 74HC574 (IC2...4) angesteuert. Die Widerst„nde R1...R24 begrenzen den Leuchtdiodenstrom, wobei fr die einzelnen LEDs D1...D8 h”here Str”me gew„hlt werden. Daher sind R1...R8 niederohmiger als R9...R24. Die Anoden aller LEDs sind mit +5V verbunden, daher entspricht eine "0" einer leuchtenden LED, eine "1" einer dunklen LED. Der Grund fr diese Art der Beschaltung ist, daž die 74HC-Ausg„nge im "0"-Zustand mehr Strom liefern k”nnen als im "1"-Zustand. Die am Datenbus anliegenden Daten werden jeweils bei der positiven Flanke des betreffenden Clock-Signals (= Y1...Y3 von IC5) in das Register IC2...IC4 bernommen. Der Prozessor muž also beim Schreiben in eines der LED-Register zun„chst auf den Datenbus das gewnschte Wort legen und dann durch geeignetes Setzen der Adressen A0/A1 und der Select-Leitung S0 die positive Flanke fr das gewnschte Register erzeugen. Aufbau Die Schaltung der Bedienungsplatine wird auf einer l„nglichen einseitigen Platine untergebracht. Durch ein ausgefeiltes Layout ist keine Brcke erforderlich. Wenn Sie die Schaltung an Hand des Bestckungsplans und der Bauteileliste aufbauen, so drften eigentlich keine Schwierigkeiten auftauchen, wenn Sie die allgemeinen Aufbau-Hinweise (siehe Anhang) beachten. Als erfahrener Elektroniker k”nnen Sie diese Hinweise berspringen. Die Bedienungsplatine wird auf beiden Seiten bestckt! Zuerst werden die Bauteile auf der Bestckungsseite eingel”tet. Dies sind alle Bauteile bis auf die 10 1k-Widerst„nde R9...R18 und die 5 390 Ohm-Widerst„nde R1 und R3...R6. Diese 15 Widerst„nde werden zum Schluž auf der Platinenunterseite (Leiterbahnseite) aufgel”tet. Beachten Sie, daž es sich bei dem Widerstandsnetzwerk RA1 um ein gepoltes Bauteil handelt! Einer der Endanschlsse des Arrays ist mit einem Punkt gekennzeichnet. Diese Marke finden Sie auch auf dem Bestckungsplan wieder. Bei jedem der Taster l”tet man zun„chst nur einen der 4 L”tpunkte und prft, ob der Taster ganz auf der Platinenfl„che aufliegt und gerade sitzt, bevor man die restlichen Anschlsse l”tet. Die Taster k”nnen sonst schief auf der Platine sitzen, was nicht sehr sch”n aussieht und darberhinaus Probleme mit den Frontplattenausschnitten geben kann. Verwenden Sie nur die von uns gelieferten Taster! L”ten Sie die Taster nur ganz kurzzeitig, andernfalls kann das Kunststoffmaterial schmelzen und der Taster arbeitet dann nicht mehr korrekt. Falls die Bedienungsplatine mit einer von uns gelieferten Frontplatte kombiniert werden soll, so l”tet man die 8 Leuchtdioden erst ein, nachdem die Bedienungsplatine provisorisch an der Frontplatte montiert wurde. Hierdurch wird gew„hrleistet, daž H”he und Lage der LEDs genau zu den Ausschnitten in der Frontplatte passen. Ein sp„teres Einpassen der bereits eingel”teten LEDs in die Frontplattenl”cher ist sehr umst„ndlich und zeitraubend. Die LEDs sollten genau mit der Oberfl„che der Frontplatte abschliežen. Achten Sie auch auf die seitenrichtige Montage der LEDs. Die im transparenten LED-Geh„use sichtbare gr”žere Elektrode ist die Kathode (-), die kleinere die Anode (+). L”ten Sie die LEDs nicht zu lange, dies kann die Helligkeit der LEDs verringern oder die LEDs zerst”ren! Die Verbindung zur Basisplatine 1 und eventuell zu der/den Scanner- platine(n) erfolgt mit einem 16-poligen Flachbandkabel. Auf der Seite der Bedienungsplatine wird ein 16-poliger Leiterplattenverbinder, auf der Seite der Basis- und Scannerplatine(n) 16-polige Buchse(n) in Schneid/Klemm-Technik aufgepresst. Der direkt einl”tbare Leiterplatten- verbinder wird wegen der geringen Bauh”he ben”tigt. Eine Stiftleiste mit aufgesteckter Buchsenleiste w„re zu hoch, um die Platine an einer Frontplatte zu montieren. Eine Ader am Rand des 16-poligen Flachbandkabels ist farbig markiert. Diese Ader wird zur Polarit„ts-Kennzeichnung verwendet und muž bei bei allen Platinen in Richtung der kleinen Dreiecksmarkierung des Steck- verbinders zeigen. Dies ist die Ecke in der sich bei jeder Steckverbindung der Masseanschluž befindet. Achten Sie beim Aufpressen des Leiterplatten- verbinders auf die richtige Lage der markierten Ader! Falls das Kabel versehentlich seitenverkehrt aufgepresst wird, so sind alle Polungs- hinweise der Einbauanleitung entsprechend anders zu interpretieren! Da bei der Bedienungsplatine ein direkt einl”tbarer Leiterplattenverbinder verwendet wird, gestaltet sich der Aufpressvorgang etwas anders als bei den Buchsenleisten. Pressen Sie zuerst eine Buchse auf das Flachbandkabel auf, wie in den allgemeinen Aufbauhinweisen beschrieben. Dann fhren Sie das andere Ende des Flachbandkabels in den Leiterplattenverbinder ein und pressen diesen unter Zuhilfenahme der zuvor bereits gepressten Buchse ebenfalls zusammen (Stifte des Leiterplattenverbinders in die Buchse einfhren). Messen Sie nach dem Aufpressen das Kabel mit einem Ohmmeter durch, achten Sie auch auf eventuelle Kurzschlsse zwischen benachbarten Leitungen durch ungenaues Aufpressen. Der Leiterplattenverbinder wird in die Bedienungsplatine von der Bauteile- seite her eingesteckt und direkt eingel”tet. Das Flachbandkabel sollte dabei in Richtung des danebenliegenden IC4 (74HC574) zeigen, da auf der anderen Seite IC5 (74HC138) mit Fassung zu knapp sitzt. Das Kabel wird nach dem Einl”ten des Verbinders um 180 Grad geknickt, da es andernfalls ber den Siebensegmentanzeigen zu liegen k„me. L”tet man IC 5 direkt (ohne Fassung) ein, so kann das Kabel auch in die andere Richtung zeigen und muž nicht geknickt werden. Die 16-polige Buchse wird auf den Steckverbinder ST1 der Basisplatine aufgesteckt. Achten Sie unbedingt auf das seitenrichtige Verbinden von Basis- und Bedienungsplatine. Orientieren Sie sich z.B. an dem Masse- anschluž an einer Ecke des 16-poligen Anschlusses. Eine seitenverkehrte Verbindung kann nach Inbetriebnahme Bauteile auf den Platinen zerst”ren! Die Bedienungsplatine kann mit 4 Abstandsbolzen an der Frontplatte montiert werden. 4 entsprechende Bohrungen sind auf der Platine vorhanden. Test Die Bedienungsplatine kann nur in Verbindung mit der Basisplatine getestet werden. Bei der Software fr alle von uns lieferbaren Ger„tetypen haben wir Initialisierungsroutinen programmiert, bei denen nach dem Einschalten auf den beiden Siebensegmentanzeigen eine Meldung erscheint (2 Ziffern oder Buchstaben) und alle 8 Leuchtdioden nach einem bestimmten Muster aufflackern. Bei Bet„tigung eines der 8 Taster muž die ber dem Taster liegende Leuchtdiode aufleuchten. Ist dies nicht der Fall, so liegt irgendein Defekt vor. N„heres finden Sie bei der Beschreibung der Software zu Ihrem Ger„t. Leuchtet keine der Leuchtdioden und Siebensegmentanzeigen auf, so prfen Sie zun„chst, ob die Stromversorgung (Masse/+5V) korrekt anliegt und die Steckverbindung zur Basisplatine korrekt ist. Leuchten die Anzeigen nicht korrekt (z.B. sinnlose Zeichen auf den Displays oder mehrere LEDs gleichzeitig), so kann die Ursache eine L”tbrcke zwischen Leiterbahnen und/oder Punkten sein. Bauteileliste Bedienungsplatine MIDI-System R1...R8 390 (220...470) Kohleschichtwiderstand 5% R9...R28 1k (680...1k2) Kohleschichtwiderstand 5% RA1 Widerstandsnetzwerk 8 x 10k (1k...100k m”glich) C1...C4 100p (47p...220p) Kondensator keramisch oder Folie C6, C7 47n (10...100n) Kondensator keramisch C5, C8 2.2u (1...10u)/10V Tantalelko D1...D8 LED rot, bei Verwendung unserer Frontplatte Rechteck- typ 5 x 2.5 mm LD1, LD2 Siebensegmentanzeige LTS546AP, D350PA oder Vergleichstyp (gemeinsame Anode) IC1 74HC541, 74HCT541 IC2...IC4 74HC574, 74HCT574 IC5 74HC138, 74HCT138 ST1 Leiterplattenverbinder 2-reihig 16-polig zum Direkteinl”ten T1...T8 Taster 1xEin Printmontage 1 IC-Fassung 16-polig 4 IC-Fassung 20-polig Bedienungsplatine MIDI-System Verbindung zur Basisplatine: 16-polige Buchse in Schneid/Klemmtechnik hierzu ca. 30 cm 16-poliges Flachbandkabel Die mechanischen Bauteile zur Montage der Bedienungsplatine an der Frontplatte sind im Elektronik-Bausatz nicht enthalten, sondern nur im Frontplattensatz (siehe mechanischer Aufbau). Mechanischer Aufbau des MBP2 1. Einbau Basisplatine In der Version ohne das von uns lieferbare Geh„use kann die Basisplatine mit 4 Abstandsbolzen an einer geeigneten Fl„che montiert werden. 4 entsprechende Bohrungen sind auf der Platine vorhanden. Haben Sie den Bausatz mit dem von uns lieferbaren Geh„use bezogen, so wird die Basisplatine am linken Rand mit 2 Blechschrauben (ca. 2.9 x 9.5) gem„ž der Skizze auf einer der folgenden Seiten in Schr„glage montiert. 2 entsprechende Bohrungen (ca. 2.5 mm Durchmesser) sind in den Kunststoff- schienen vorzusehen. Der Kondensator C4 wird auf die Platinenunterseite gesetzt, um ein wenig mehr Platz fr die Abdeckhaube zur Verfgung zu haben. Um die schiefe Lage auszugleichen k”nnen zwischen Platine auf den Auflagefl„chen Gummischeiben zwischengelegt werden. Die 4 Bohrungen in den Chromteilen, mit denen die schwarze Haube des MBP2 am Bodenrahmen befestigt wird, mssen ein Stck nach vorne versetzt werden, da sonst die Basisplatine nicht in der beschriebenen Weise montiert werden kann. Am besten setzt man die Haube auf das Pedal auf, nachdem die Basisplatine in der skizzierten Weise montiert ist und markiert am Bodenrahmen die neue Lage der 4 L”cher und bohrt diese neu (ca. 2.5mm). Es k”nnen auch die L”cher in der Haube neu gebohrt werden, wenn die alten L”cher z.B. mit schwarzen Folienresten berklebt werden. In die Geh„use-Haube werden 3 L”cher (ca. 10, 12 und 16 mm Durchmesser) fr die 3 Buchsen gebohrt. Falls kein Bohrer fr die grožen Durchmesser zur Verfgung steht, kann eine Reibale, ein Senkbohrer oder ein Sch„l- bohrer verwendet werden. Das Kunststoffmaterial l„žt sich aus unserer Erfahrung mit diesen Werkzeugen problemlos bearbeiten. Auf der mitgelieferten Selbstklebefolie befindet ein Teil fr die Beschriftung der Pedaltasten (Ziffern 1-13, Start/Stop...), der direkt ber den Pedaltasten auf die Geh„usehaube geklebt wird. Auch fr die Beschriftung der 3 Buchsen finden Sie einen entsprechenden Abschnitt auf der Folie. Der Schriftzug MBP2 und unser Firmenname k”nnen an geeigneter Stelle aufgeklebt werden. 2. Einbau Bedienungsplatine und Frontplatte Die Montage der Bedienungsplatine an der Frontplatte erfolgt mit 4 Abstandsr”llchen, Schrauben (M3 x 15...20, schwarz) und Muttern. Der Abstand zwischen Frontplatte und Platine sollte ca. 13 mm betragen. Da Abstandsbolzen in dieser L„nge nicht erh„ltlich sind, wird jede der 4 Schrauben zun„chst mit einem 10 mm langen Abstandsr”llchen und einer M3- Mutter an der Frontplatte festgeschraubt. Auf diese Weise wird ein Abstand von ca. 12-13 mm erreicht. Dann wird die Bedienungsplatine auf die 4 berstehenden M3-Gewindestifte der Schrauben aufgesteckt. Nach Montage der Bedienungsplatine an der Frontplatte werden die 2 LED- Displays mit dem zugeh”rigen Rahmen abgedeckt. Der Rahmen besteht aus der transparenten Plexiglasscheibe (Schutzfolie beidseitig abziehen!) und dem schwarzen Rahmenteil. Man kann die Scheibe mit ein paar Tropfen Klebstoff an dem Rahmen festkleben, damit sie sich sp„ter bei der Rahmenmontage nicht mehr verschiebt. Dies ist jedoch nicht unbedingt n”tig, da die Scheibe genau in die Aussparung des Rahmens passt und nach erfolgter Rahmenmontage nicht mehr verrutschen kann. Die beiden Stifte des Rahmenteils werden mit je einem Tropfen Klebstoff versehen. Die Stifte werden in die zugeh”rigen L”cher der Frontplatte gesteckt und der Rahmen an der Frontplatte festgedrckt. Falls die Stifte nicht mehr vorhanden sind, kann der Rahmen auch ohne die Stifte an der Frontplatte festgeklebt werden. Zur Montage der Frontplatte mit Bedienungsplatine an der Geh„usehaube muž ein entsprechend grožer rechteckiger Ausschnitt in der Haube vorgesehen werden. Der Ausschnitt sollte m”glichst exakt die Maže der Bedienungs- platine haben, so daž diese gerade durch den Ausschnitt pažt. Der Ausschnitt muž auf alle F„lle schm„ler als die Frontplatte sein, da andernfalls zwischen Frontplatte und Haube sp„ter eine Lcke klafft. Fr die Anfertigung des Ausschnittes gibt es verschiedene M”glichkeiten. Am besten geeignet ist eine kleine Trennscheibe mit einer kleinen Bohrmaschine. Wer nicht im Besitzt eines solchen Werkzeugs ist, kann zun„chst einen etwas zu kleinen Ausschnitt z.B. mit mehreren aneinander gereihten Bohrl”chern anfertigen und diesen dann mit einer Feile auf die korrekte Gr”že erweitern. Auch ein stabiles S„geblatt kann zum Anfertigen des Frontausschnittes verwendet werden. Fr die Montage der Frontplatte an der Geh„usehaube wird die Frontplatte mit der montierten Bedienungsplatine auf den Frontausschnitt aufgesetzt und 4 L”cher an der richtigen Stelle in die Haube gebohrt. Die Frontplatte kann mit 4 Blechschrauben (Bohrdurchmesser ca. 2.5 mm) oder mit 4 normalen M3-Schrauben mit Gegenmutter (Bohrdurchmesser ca. 3.5 mm) befestigt werden. Ein zus„tzliches Verkleben der Frontplatte mit der Haube erh”ht die mechanische Stabilit„t. Nach Fertigstellung des Ger„tes lesen Sie bitte bei der Bedienungs- anleitung weiterlesen. Bauteileliste Frontplatten- und Mechaniksatz MBP2 Frontplatte gestanzt, schwarz eloxiert, bedruckt 4 Schrauben M3 x 20 schwarz verzinkt 8 Muttern M3 4 Abstandsr”llchen 10 mm Display-Rahmen 2-stellig mit roter Filterscheibe 4 Blechschrauben ca. 2.9 x 9.5 schwarz verzinkt Fr die Montage der Basisplatine: 2 Blechschrauben ca. 2.9 x 9.5 normal 2 Gummischeiben ca. 3 mm Innendurchmesser Allgemeine Bausatz- und Aufbauhinweise Lesen Sie die folgenden Aufbauhinweise bitte vor dem Aufbau des Bausatzes sorgf„ltig durch und beachten Sie alle Punkte. Falls Sie vor dem Aufbau des Bausatzes feststellen, daž Ihre Kenntnisse hierzu nicht ausreichend sind, so k”nnen Sie den unge”ffneten Bausatz zurcksenden und gegen Aufzahlung des Differenzpreises das Fertigmodul erwerben. Dies gilt nicht fr bereits ge”ffnete oder teilweise aufgebaute Baus„tze. Aus unserer Erfahrung kommt oft die Reparatur eines fehlerhaft aufgebauten Bausatzes auf Grund der zur Reparatur ben”tigten Arbeitszeit teurer als der Differenzpreis zwischen Bausatz und Fertigger„t! Bestellen Sie im Zweifelsfall das Fertigger„t, sie ersparen damit sich und uns Žrger. Verwenden Sie einen geregelten L”tkolben geringer Leistung (max. 60 Watt) mit einer m”glichst feinen L”tspitze! Verwenden Sie nur dnnes Elektronik-L”tzinn (max. 1mm Durchmesser) und keinerlei Zus„tze (wie etwa L”tfett etc.)! šberprfen Sie vor dem Bestcken die Platine auf etwaige Fehler (Leiterbahnunterbrechungen, Kurzschlsse). Es kommt leider immer wieder vor, daž beim Platinenhersteller Fehler passieren, die in dessen End- kontrolle bersehen werden. Aus Kostengrnden sind die Platinen nicht 100% elektronisch geprft (sonst k”nnten wir unsere gnstigen Preise nicht mehr halten). Fehlerhafte, unbestckte Platinen werden natrlich kostenlos umgetauscht. Verwenden Sie fr alle integrierten Schaltungen unbedingt Fassungen, die ICs niemals direkt einl”ten! Prfen Sie vor dem Einl”ten Tantalkondensatoren auf eventuelle Kurz- schlsse mit dem Ohmmeter oder Durchgangsprfer (aus unserer Erfahrung hat etwa jeder 500. Tantal-Kondensator einen Kurzschluž)! Vergessen Sie kein Bauteil und keine L”tstelle! Erzeugen Sie beim L”ten keine Kurzschlsse zwischen Leiterbahnen und/oder L”tpunkten (aus unserer Erfahrung ist dies mit Abstand der h„ufigste Fehler bei den uns zur Reparatur eingesandten Baugruppen)! Erzeugen Sie keine kalte L”tstelle (L”ten bis das Zinn den L”tpunkt ganz ausfllt)! Achten Sie auf das seitenrichtige Einl”ten bzw. Einstecken (ICs) gepolter Bauteile (Dioden, gepolte Kondensatoren, ICs, Widerstandsnetzwerke etc.)! Gehen Sie beim Aufbau am besten nach der H”he der Bauteile vor: Drahtbrcken - Widerst„nde und Dioden (liegend) - IC-Fassungen - keramische, Tantal-, kleine Folien-Kondensatoren und kleine Elkos - Stift- und Buchsenleisten - Widerst„nde und Dioden (stehend) - Quarze - grože Elkos - Spannungsregler mit Khlk”rper - Print-Buchsen - freie Verdrahtung. Die liegenden Bauteile (Widerst„nde, Dioden etc.) mssen auf der Platine direkt aufliegen (nicht mit langen Anschluždr„hten in einigen cm Abstand von der Platine, wir hatten da schon die wildesten Aufbauten zur Reparatur, bei denen die Bauteildr„hte nicht gekrzt waren)! Die auf der L”tseite berstehenden Bauteildr„hte werden m”glichst kurz mit einem Seitenscheider oder Microshear abgezwickt, keinesfalls lang stehen lassen (Kurzschlužgefahr). Falls sich ein- oder zweireihige Stiftleisten auf der Platine befinden, so ist im Bausatz meist nur eine entsprechend lange Stiftleiste enthalten, die in mehrere kleinere Stiftleisten zertrennt wird (Seitenschneider, Hands„ge, kleine Trennscheibe). Das Aufpressen von Buchsen oder Leiterplattenverbindern in Schneid-Klemm- Technik auf Flachbandkabel entsprechender Polzahl ist in der Einbauan- leitung ausfhrlich beschrieben, soll hier jedoch nochmals wiederholt werden: Schneiden Sie das Flachbandkabel auf die gewnschte L„nge zu und fhren Sie das Flachbandkabel in die Buchse ein. Pressen Sie die Buchse in einem Schraubstock vorsichtig zusammen. Achten Sie darauf, daž das Kabel gerade aufgepresst wird und richtig in der Kabelfhrung der Buchse sitzt. Messen Sie nach dem Aufpressen das Kabel mit einem Ohmmeter durch, achten Sie auch auf eventuelle Kurzschlsse zwischen benachbarten Leitungen durch ungenaues Aufpressen. Bei der Verwendung eines direkt einl”tbaren Leiterplattenverbinders (im folgenden LPV abgekrzt) gestaltet sich der Aufpressvorgang etwas anders als bei den Buchsenleisten. Pressen Sie zuerst eine Buchse auf das Flachbandkabel auf. Dann fhren Sie das andere Ende des Flachbandkabels in den LPV ein und pressen diesen unter Zuhilfenahme der zuvor bereits gepressten Buchse ebenfalls zusammen. Die Stifte des LPVs werden in die Buchse einfhrt, die als Gegenstck bei Pressen dient (damit sich die Beinchen des LPVs nicht verbiegen). Danach messen das Kabel vor dem Einl”ten des LPVs wie oben angegeben durch. Eine Ader am Rand des 16-poligen Flachbandkabels ist farbig markiert. Diese Ader wird zur Polarit„ts-Kennzeichnung verwendet und muž bei Aufstecken bei jeder Platine immer in Richtung der kleinen Dreiecks- markierung des Steckverbinders zeigen (jede 16-polige Steckverbindung ist auf den Bestckungspl„nen der Platinen an einer Ecke mit einem kleinen Dreieck markiert). Dies ist die Ecke in der sich bei jeder Steckverbindung der Masseanschluž befindet. Bei der Verbindung der Platinen untereinander mssen Sie unbedingt darauf achten, daž bei jeder Steckverbindung die Polung stimmt. Eine seiten- verkehrte Verbindung kann bei der sp„teren Inbetriebnahme (Einstecken des Netzteils) die Module zerst”ren! Stecken Sie alle ICs erst nach dem Aufbau in die vorgesehenen Fassungen, nachdem Sie zuvor (mit eingestecktem Steckernetzteil) die korrekte Spannungsversorgung von +5V zun„chst ohne eingesteckte ICs berprft haben. Achten Sie unbedingt auf das seitenrichtige Einstecken der ICs! Ein seitenverkehrt eingestecktes IC wird mit grožer Wahrscheinlichkeit beim Einschalten zerst”rt! Verbinden Sie die Schaltung ber geeignete MIDI-Kabel mit dem Rest Ihres MIDI-Equipments. Stecken das Kabel des Steckernetzteils ganz zum Schluž in die hierfr vorgesehen Buchse. Bei sorgf„ltigem Aufbau sollte die Schaltung auf Anhieb funktionieren. Falls Sie die Schaltung trotz Ihrer Elektronikkenntnisse nicht zum Laufen bringen, so steht Ihnen unser Reparaturservice zur Verfgung, wobei wir die ben”tigte Arbeitszeit, sowie eventuell ben”tigte Ersatzteile in Rechnung stellen. WICHTIGE EPROM-ADRESSEN (Software-Version 2.01) Einschaltwert EPROM-Adresse(n) Standardwert (Default-Wert) fr MIDI-Kanal Note-Events 00C4 02 (=Kanal 3) MIDI-Kanal Program-Change 00C7 02 (=Kanal 3) Velocity 0389 und 03CD 40 (=dezimal 64) tiefster Ton minus 12 0386 und 03CA 24 (ergibt 24+12=36) (alle Angaben hexadezimal) Literaturhinweise MIDI 1.0 Detailed Specifikation, Version 4.1.1, February 1990, MIDI Association, 5316 W.57th St., Los Angeles, CA 90056 / USA Datenbuch Microcontroller SAB8032/8052, Fa. Siemens oder AMD Otmar Feger, Die 8051 Mikrocontroller-Familie, Verlag Markt&Technik, Haar bei Mnchen, ISBN 3-89090-360-6 Klaus-Peter K”hn, Die Familie 8051, Franzis-Verlag, Mnchen ISBN 3-7723-9771-9 Doepfer/Assall/Marass/Langer, MIDI in Theorie und Praxis,Elektor Verlag, Aachen, 1990, ISBN 3-921608-86-4 Datenblatt MIDI-Spezial-IC E510 (Doepfer-Musikelektronik GmbH) Matthias Marras, MIDIrigent, ELRAD Heft 10/1987, Seite 63-66, Heise-Verlag, Hannover Robert Langer, Drum-to-MIDI-Interface, ELRAD Heft 7+8/88, Heise-Verlag, Hannover Matthias Marras, MIDI-Bažpedal, ELRAD Heft 9/88, Heise-Verlag, Hannover Dieter Doepfer, MIDI-Anschluž fr Tastaturen, Funkschau Heft 12/88, Franzis-Verlag, Mnchen Hans Langhofer und Dieter Doepfer, Steuerzentrale fr Synthesizer, Funkschau Heft 20/88, Seite 57 ff. und 89ff., Franzis-Verlag, Mnchen Dieter Doepfer, Mini-MIDI-Keyboard, Elektor Heft 11/1988, Elektor-Verlag, Aachen Jrk Habel und Dieter Doepfer, MIDI-Interface fr Oldtimer, Funkschau Hefte 9/89, 10/89 und 11/89, Franzis-Verlag, Mnchen Dieter Doepfer, Universal MIDI Keyboard Interface, Elektor Electronics, Issues June + July 1989 (Vol.15, No. 168/169), London Christian Assall und Dieter Doepfer, Midi-Mode, ELRAD Heft 11/89, Seite 35 ff., Heise-Verlag, Hannover Dieter Doepfer, MCV1, Elektor Electronique (France), Decembre 1990, Seite 52 ff., Elector Electronique, F-59850 Nieppe Dieter Doepfer, MIDI-to-Gate-Interface, ELRAD Heft 1/91, Seite 84 ff., Heise-Verlag, Hannover Dieter Doepfer, MIDI-Power, ELRAD Heft 9/91, Seite 56ff., Heise-Verlag, Hannover Dieter Doepfer, MIDI-Master-Keyboard, Elektor Hefte 4/90 (Teil 1, Seite 70 ff.) und 5/90 (Teil 2, S. 66 ff.), Elektor-Verlag, Aachen Philipp, MIDI-Kompendium II, Verlag Kaphel & Phillip Richard Aicher, Das MIDI-Praxis-Buch, Signum-Verlag, Mnchen, 1987